Bohrtisch

Für das Bohren von „graden Löchern“, insbesondere mit großen Durchmessern, habe ich einen Bohrständer von Wabeco und eine Kress-Bohrmaschine in meiner Werkstatt. Alternativ zur Bohrmaschine kann ein Fräsmotor von Kress eingesetzt werden. Für den Bohrständer habe ich auch einen passenden Koordinatentisch, so dass auch ein exaktes Fräsen „von oben“ möglich ist. Meistens wird der Bohrständer aber zum Bohren verwendet. Hierfür ist der Koordinatentisch aufgrund seiner Größe nur bedingt geeignet.

Um dieses Problem zu lösen, habe ich bereits vor einer Weile eine einfache Holzplatte mit Bohrungen zur Befestigung auf dem Koordniatentisch versehen. Am hinteren Ende habe ich als Anschlag eine Leiste angeschraubt, auf der zwei Schnellspanner von Bessey befestigt sind. Schon war meine erste Version des Bohrtisches fertig.

Bohrtisch Version 1
Bohrplatz mit Bohrtisch Version 1

Diese Konstruktion hat das Bohren schon verbessert, es gab aber immer noch diverse „Kleinigkeiten“, die mich daran gestört haben:

  • Das Brett konnte nur auf dem Koordinatentisch montiert werden, was die maximal mögliche Bohrhöhe unnötig einschränkt.
  • Wenn etwas durchgebohrt werden soll, muss immer ein zusätzliches Brett untergelegt werden.
  • Der hintere Anschlag ist fix und eine Bohrung mindestens 25 mm von diesem Anschlag entfernt.

Das Motivierte mich, einige Umbauten vorzunehmen. Das Brett bekam zunächst zusätzliche Löcher, so dass es sowohl auf dem Koordinatentisch, als auch auf dem Bohrständer direkt befestigt werden kann. Dabei ergab sich aber das Problem, dass die hintere Ausklinkung für die Bohrsäule nicht groß genug war, da sich im unteren Bereich noch die Schraube zur Befestigung der Bohrsäule befindet. Die Ausklinkung wurde entsprechend vergrößert. Dafür habe ich mir eine passende Schablone angefertigt.

Schablone auf der alten Ausklinkung

In der Mitte des Bohrtisches wurde ein Bereich 10 mm tief ausgefräst um hier entsprechende Opferbretter fest einzulegen. In den Bohrtisch wurden zudem zwei T-Nut-Schienen eingearbeitet, in denen der hintere Anschlage verschoben werden kann. In den T-Nut-Schienen können auch die Festool Schraub- oder Hebelzwingen eingesetzt werden, was die alten Schnellspanner überflüssig macht. Dafür wurde  der hintere Anschlag höher.

Hinterer Ausklinkung und Opferholzeinlage
Montierter Anschlag mit Sternschrauben

Das I-Tüpfelchen ist eine kleine Halterung am Anschlag, an dem eine LED-Lampe angeklemmt werden kann. Dadurch ist der Bohrtisch immer optimal ausgeleuchtet.

Bohrtisch Version 2

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