Hochbett – Die Halteleisten

Dieser Beitrag ist Teil 8 von 11 der Serie Hochbett.

Nachdem das Bettgestell aufgebaut ist, konnte ich einen ersten „Stabilitätstest“ machen: Ich habe mich mittig an eine der langen Zargen gehängt, an denen später der Lattenrost hängen wird. Selbst nach einigem Wippen hat sich rein gar nichts bewegt, scheint also zu halten. 🙂 Damit aber auch der Lattenrost hält, müssen im nächsten Schritt die sogenannten Halteleisten montiert werden, auf denen der Lattenrost aufliegt.

Die Halteleisten haben aber noch eine weitere Aufgabe: In den Ecken werden zur Stabilisierung kleine Dreiecke aus Birke-Multiplex mit den Halteleisten verschraubt. Hierfür werden entsprechende Ausklinkungen vorgenommen und Einschraubmuttern eingelassen, um die Verschraubung später fest aber lösbar zu haben.

Praktischerweise ist vor ein paar Tagen mein neustes Spielzeug angekommen: Eine KAPEX 120 von Festool. 🙂 Die kann gleich mal zeigen, was sie kann.

Die KAPEX ist aufgebaut und justiert

Ich habe mir linksseitig einen Kapp-Anschlag dazu gekauft, damit ist wiederholgenaues Ablängen kein Problem mehr. Wenn ich die Säge schon gehabt hätte, als ich die Pfosten auf Länge geschnitten habe, wäre das erheblich einfacher gewesen…na ja, beim nächsten Bett. 😉

Die Ausklinkungen an den Halteleisten können auf der KAPEX prima mit der Tiefenbegrenzung hergestellt werden. Damit ausrissfrei gesägt werden kann, habe ich mir vorher noch ein Restholz an die Anschläge geschraubt.

Die Tiefenbegrenzung ist sehr praktisch
Die erste Ausklinkung ist vorgesägt

Nach dem Einsägen können die verbliebenen Holzteile einfach mit einem Hammer entfernt werden. Danach wird der Grund mit einem Stechbeitel geglättet und mit einer Feile der „letzte Schliff“ vorgenommen.

Holzteile entfernen
Grund glätten
Die ersten Ausklinkungen sind fertig

Nachdem die Ausklinkungen fertig sind, müssen die Dreiecke gesägt werden. Mit einer Kantenlänge von 25 cm kann ich die ebenfalls auf der KAPEX sägen – cooles Teil, ich bin echt begeistert. 🙂

In den Ecken sind die abgerundeten Pfosten etwas im Weg. Um die Dreiecke hier anzupassen, habe ich mit einem 42 mm Forstnerbohrer auf dem Bohrständer die Spitze entfernt.

Die Spitzen der Dreiecke müssen weg
So passen die Dreiecke perfekt in die Ecken

Jetzt, wo alles passt, muss es noch verschraubt werden können. In den Dreiecken werden angesenkte Löcher gebohrt, um die Schrauben bündig zu versenken. In den Halteleisten werden M6-Einschraubmuttern angebracht. Die Löcher dafür habe ich mit einem 9,5 mm Bohrer auf dem Bohrständer gebohrt, damit alles grade wird. Zum Eindrehen habe ich mir eine M6-Sechkant-Schraube im Bohrfutter des Akkuschraubers festgespannt. Dabei habe ich eine Mutter mit eingespannt, damit die Schraube fest und gerade sitzt. Vorne kam eine weitere Mutter drauf, als Kontermutter für die Einschraubmuttern.

Die Einschraub-Vorrichtrung ist startklar
Einschraubmutter aufdrehen…
…und eindrehen

Mit dieser Hilfe sind die Muttern relativ grade im Holz gelandet. Bei 20 Stück war es auch sehr Hilfreich, das ganze elektrisch zu machen. 🙂

Die Einschraubmuttern sind drin…
…alle 🙂

Die Befestigung der Halteleisten an den Zargen erfolgt mit 5 x 50 Senkkopfschrauben und Leim.

Schrauben, Zwingen und Leim
So sollten die Halteleisten ihrem Namen alle Ehre machen: Halten! 🙂

Es ist fast geschafft, eine Kleinigkeit fehlt aber noch. An zwei Stellen werden die beiden langen Zargen mit Querstreben verbunden, damit sie sich nicht nach außen oder innen biegen können. Diese Querstreben bestehen aus einer massiven Buche-Leiste und einem Streifen Birke-Multiplex, der daran geschraubt und geleimt wird. Der Birke-Multiplex-Streifen dient dazu, die Verschraubung mit den Halteleisten stabiler zu machen.

Die erste Querstrebe ist eingebaut…
…und mit der massiven Buche-Leiste verleimt und verschraubt

Die Halteleisten und die Stabilisatoren sind fertig montiert.

Die Halteleisten sind fest
Die Stabilisilatoren sind eingeschraubt

Im nächsten Teil geht’s heiter weiter mit der Leiter…

 

 

 

 

 

 

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