Kreativ und Schön – Die Vorbereitungen

Dieser Beitrag ist Teil 4 von 5 der Serie Kreativ und Schön.

Das Üben der verschiedenen Formen ist ein wichtiger Teil der Vorbereitung zum Live-Drechseln, es sind aber noch einige andere Dinge notwendig. Zum Drechseln wird natürlich Holz benötigt. Ich habe daher diverse Kanteln verschiedener Holzarten vorbereitet.Bereits Anfang des Jahres habe ich von einer Bekannten ein Stück von einem Wacholder-Stamm bekommen, den ich gleich in Kanteln aufgetrennt habe. Ich hatte Angst, dass er sonst Risse bekommt.

Ein Stück Wacholder-Stamm

Zum Auftrennen habe ich mir eine kleine Elektro-Kettensäge ausgeliehen – In diesem Fall die beste Lösung. Es wird aber definitv nicht mein Lieblings-Werkzeug.

Mein erster Kettensägen-Einsatz
Aufgetrennter Stamm

Nach dem Auftrennen konnte ich auf meiner Bandsäge Kanteln sägen.

Wacholder-Kanteln

Ich freue mich schon auf das Drechseln. In meinem Drechselkurs habe ich einen Pilz aus Wacholder gedrechselt, dabei verbreitete sich ein sehr angenehmer Duft. 🙂

Neben dem Wacholder habe ich einige lange Kanteln aus Buche abgerichtet und auf Dicke gehobelt. Diese sollen später Beine für Blumenständer werden.

Rohlinge für Möbelbeine

Auch aus einigen Resten Mahagoni, Bergahorn und Buche habe ich ein paar Kanteln hergestellt.

Kanteln aus verschiedenen Holzresten

Für das „Grünholz-Drechseln“ von Pilzen habe ich einen Ast, der dem letzten Strum zum Opfer fiel, in Stücke gesägt. Damit die Rohling keine Risse bekommen, habe ich sie in Folie gewickelt, damit sie nicht zu schnell trocknen.

Grünholz-Drechsel-Rohlinge
Frisch verpackt

Für das Live-Drechseln habe ich jetzt eine Auswahl an Mahagoni, Walnuss, Bergahorn, Buche, Wacholder und „Grünholz“.

Vorbereitetes Drechsel-Holz

Die Drechsel-Messer sollten so gelagert werden, das die Schneiden sich nicht berühren können. Hierfür habe ich einen einfachen Messerhalter aus einem Rundstab und etwas Birke-Multiplex gebaut. Ich habe zunächst mit einem Forstner-Bohrer einige Löcher mittig in einen Streifen Multiplex gebohrt und diesen dann entlang der Löcher durchgesägt. Die beiden Teile habe ich mit zwei Rundhölzrn verbunden – Fertig ist die Messer-Ablage.

Eine Ablage für die Drechsel-Messer
Die Schneiden können sich nicht berühren

Bei den Schneemännern mit schrägem Hut habe ich meinen Tellerschleifer benutzt. Ich will das Gerät aber nicht mit zur Ausstellung nehmen – da muss schon genug transportiert und aufgebaut werden. Um dennoch kleine Schleifarbeiten mit der Maschine machen zu können, habe ich aus einem Stück Multiplex und einer Planscheibe eine Schleifscheibe gebaut. Das Stück Multiplex habe ich erstmal auf der Bandsäge mit etwas Übermaß grob rund gesägt und danach die Planscheibe festgeschraubt. Auf der Drechselbank habe ich das Holz dann exakt rund und auf den richtigen Durchmesser gedrechselt. Zu Befestigung der Schleifscheiben habe ich selbstklebendes Klettband verwendet. Auf diese Weise kann ich die Schleifmittel von meinem Excenterschleifer nutzen.

Die Schleifscheibe auf der Drechselbank
Die Schleifmittel vom Excenter-Schleifer passen genau

Wie bereits beim Beitrag Schärfe(n) muss sein angekündigt, habe ich direkt vor der Ausstellung alle Messer noch mal frisch geschärft. Bei den Drechseleisen, die bereits einmal mit dem Tormek geschärft wurden, ging das sehr schnell und einfach.

Los geht’s mit dem Schärfen
Der Tormek ist startklar

Ich hatte mir allerdings zwischenzeitlich noch drei neue Drechseleisen zugelegt – unter anderem einen breiten Flachmeißel. Für diese habe ich etwas länger gebraucht. Am Ende waren aber alle Messer gut geschliffen und bereit für den Einsatz. 🙂

Der erste Anschliff des neuen Flachmeißels dauert etwas
Alle Messer scharf und startbereit

Aus einem Rest Eiche habe ich mir einen Halter für meine Visitenkarten gebastelt – so ein schnelles Projekt zwischendurch.

Ein Heim für die Visitenkarten

Jetzt ist alles vorbereitet, es kann zusammengepackt werden. Erstaunlich, was da so alles zusammenkommt. Die Drechselmesser habe ich zum Schutz der Schneiden in Luftpolsterfolie gewickelt. Die meisten Werkzeuge und Zubehörteile habe ich in zwei kleinen Systainern und einer passenden Werkzeugkiste untergebracht, so kann ich sie auf meinem Sauger befestigen.

Das Drechselholz
Verpackte Drechselmesser
Werkzeugturm

Auch die gedrechslten Probestücke habe ich eingepackt – zumindest die, die was geworden sind. 😉 So kann ich auch ein paar Anschauungsobjekte ausstellen.

Verpackte Übungsstücke

Da das Wetter leider nicht ganz so gut angesagt ist, habe ich meine Drechselbank ebenfalls in Luftpolsterfolie verpackt. Auf diese Weise kann ich sie auch bei Regenwetter ein- und ausladen.

Verpackte Drechselbank

Jetzt kann’s losgehen, ich bin echt gespannt, wie es wird. 🙂

 

 

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