Werkstatt – Der Bankaufsatz

Dieser Beitrag ist Teil 4 von 8 der Serie Werkstatt.

Beim Arbeiten an der Werkbank ist mir aufgefallen, dass ich nicht die optimale Arbeitshöhe habe. Zudem fehlen mir an der Werkbank gute Befestigungsmöglichkeiten für die Werkstücke. Ich habe mich daher zum Bau eines Bankaufsatzes entschieden.

Der Bankaufsatz soll mit Schraubzwingen auf die vorhandene Werkbank geklemmt, so bin ich flexibel und kann ihn bei Bedarf leicht entfernen oder einzeln nutzen (z.B. auf Böcken). Zunächst mache ich mir ein Modell in Sketchup und daraus dann einen Bauplan für die Werkstatt.

Das Modell vom Bankaufsatz
Der Bauplan hängt in der Werkstatt

Der Aufsatz ist 10 cm hoch und besteht aus zwei Platten. In der oberen sind im 96 mm Raster Löcher mit einem Durchmesser von 20 mm geplant, so kann ich die Festool-Zwingen verwenden um Werkstücke auf die Platte zu spannen. Von einer alten Workmate hatte ich noch ein paar Kunsstoff-Anschläge, die ebenfalls in die 20 mm Löcher passen. Vorne bekommt der Bankaufsatz eine T-Nut-Schiene. Damit kann ich Werkstücke hochkant spannen. Die Schraubzwingen sitzen dabei in der T-Nut fest und fallen nicht herunter.

Die Löcher in der oberen Platte sind gebohrt
Durch eine kleine Fase am Lochrand ist das Einfädeln der Zwingen einfacher
Die Zwingen passen rein
Die Platte im Profil

Der Aufsatz wird aus Birke-Multiplex gebaut, 21 mm für die Platten und 30 mm für die Streifen zwischen den beiden Platten. Nach hinten ist der Aufsatz offen, so kann man Teile, die mal in die Löcher fallen, wieder heraus bekommen. Verbunden wird alles mit Lamellos, zunächst werden die Zwischenleisten an die untere Platte geleimt.

Trocken zusammengesteckt
Die Leisten werden verleimt
Die Frontplatte wird aufgedoppelt
Mit vielen Zwingen wird genügend Druck gemacht

Danach wird die obere Platte angeleimt. Dabei kommt ein Brett mit einer Zulage in der Mitte zum Einsatz, um auch mittig der Platte genügend Druck aufzubauen.

Die obere Platte wird aufgeleimt
Eine Zulage in der Mitte sorgt für den notwendigen Druck

In die Frontplatte und vorne in die obere Platte werden je eine T-Nut-Schiene aus Aluminium eingelassen. Hierfür werden entsprechende Nuten in die Platten gefräst. Danach werden die Alu-Profile angepasst, gebohrt und zusätzlich zu den Schrauben mit PU-Leim verklebt.

Passprobe für Alu-Schienen
An den Enden werden die Schienen an die Abrundung der Platte angepasst
Schraubloch gebohrt und gesenkt
Die Schiene in der oberen Platte ist montiert…
…in der vorderen Platte auch

Der Bankaufsatz wir mit speziellen C-Zwingen an der Werkbank befestigt. Damit diese nicht über die Frontplatte vorstehen, werden sie entsprechend versenkt, so kann man Werkstücke an die Frontplatte spannen, ohne mit den C-Zwingen zu kollidieren.

Ein Befestigungspunkt für eine C-Zwinge
C-Zwinge befestigt
An der Seite werden die C-Zwingen einfach so angesetzt

Der Bankaufsatz wird zwei mal mit einem Hartöl eingeölt und danach auf der Werkbank installiert. So ist er jederzeit einsatzbereit.

Der Fertige Bankaufsatz ist montiert

 

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