Farbwechslerlampe

Nachdem ich in der Winterpause einiges zur Entstehung meiner Werkstatt geschrieben habe, kann ich euch heute mal wieder mit einem „echten“ Projekt erfreuen.

Es ist quasi ein „Upcycling-Projekt“. Von meinem Papa habe ich das Innenleben einer defekten Gartenlampe bekommen: Ein LED-Farbwechsel-Modul. An dieser Stelle nochmal vielen Dank dafür! Die Elektronik ist noch einwandfrei und ich möchte daraus eine schicke Farbwechslerlampe bauen.

Die Platine aus der Gartenlampe
Das gute Stück von der Rückseite
Die Lötarbeit kann beginnen

Als erstes habe ich die alte Zuleitung ausgelötet, um die Platine einfacher verbauen zu können. Die Platine wird in den Boden eingebaut, der aus Birke-Multiplex besteht. Das ist schön formstabil, so dass ich die Platine gut daran festschrauben kann, ohne dass es zu Spannungen oder gar Haarrissen in der Platine kommt. Von außen soll die Lampe aus Buche bestehen, ich habe daher den Boden ringsherum mit Buche-Anleimern versehen.

Die Anleimer aus Buche werden angebracht

Leider habe ich beim Zuschnitt der Gehrungen ein wenig „gepfuscht“. Ich habe daher mit ein wenig Holzpaste nachgearbeitet – ich nenne die Paste daher auch „Pfuscherpaste“.

Die Holzpaste ist aufgetragen…
…und kann nun in Ruhe trocknen

Nach dem Beischleifen sieht das ganze recht gut aus – Phu, Glück gehabt! Weiter geht es mit den Pfosten für den Laternen-ähnlichen Aufbau. In den Pfosten laufen innen Gewindestangen durch, um die Laterne zu verschrauben. Auf diese Weise komme ich an die Elektronik ran, wenn doch mal was kaputt geht. Um die Löcher für die Gewindestangen genau mittig auf der ganzen Länge zu haben, werden die Pfosten aus zwei Teilen zusammengeleimt, in die zuvor ein Nut eingefräst wurde.

Die Pfosten sind verleimt
In der Mitte ist ein Loch für die Gewindestangen

Der Deckel wird ähnlich wie ein Bilderrahmen gebaut, mit Gehrungen und einer Nut, in der die Plexiglasplatte liegt. Das verbaute Plexiglas ist weiß-milchig, so wird das LED-Licht schön gleichmäßig abgegeben, ohne zu blenden.

Der Deckel mit Klebebandverleimung
Zur Stabilisierung werden Federn eingeleimt

Damit der Deckel gut hält, werden von außen Federn eingeleimt. Als Kontrast habe ich diese aus Nußbaum hergestellt. Danach bekommen auch die Pfosten Nuten eingefräst, um das Plexiglas zu halten.

Die Pfosten mit Nuten
Plexiglas und Gewindestangen passen hinein

Unter den Boden kommen abschließend noch vier Gummifüße, so muss ich die Muttern der Gewindestangen nicht versenken. Nachdem alles soweit passt, wird das Holz mit Möbelhartöl grundiert und anschließend mit Kanaubawachs schön auf Glanz gebracht.

Die Gummifüße sind montiert
Alles ist fertig für die Endmontage

Jetzt kommt der schönste Teil: Alles wird zusammengesetzt. Als erstes wird die Platine in die Bodenplatte geschraubt und das Anschlusskabel montiert. Unterhalb der Bodenplatte habe ich noch eine Zugentlastung für das Kabel angebracht.

Die Platine wird montiert
Das Anschlusskabel mit Zugentlastung

Danach werden die Pfosten, die Plexiglasplatten und der Deckel mit den Gewindestangen verschraubt.

 

Die Lampe nimmt Form an
Die Muttern werden angezogen
Die Lampe ist fertig montiert
Die Nußbaum-Federn machen sich ganz gut

Der Spannende Moment rückt näher: Wie wird das LED-Licht hinter dem Plexiglas wirken. Ich habe hier leider nur ein Foto, man kann aber erahnen wie es aussieht.

Testlauf

Die Glasflächen leuchten sehr gleichmäßig und die Lampe macht ein wirklich schönes Licht – und das wichtigste: Der Familie gefällt es auch super.

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