Sägeunterschrank – Oberfläche und Zusammenbau

Dieser Beitrag ist Teil 3 von 4 der Serie Sägeunterschrank.

Meine Kappsäge wartet bereits sehnsüchtig auf ihren Unterschrank. Die Teile sind bereits alle auf Maß geschnitten, die Lamellos sind gefräst und die Schraublöcher vorgebohrt. Jetzt kommt das große Finale.

Vor dem Verleimen habe ich alle Teile bis 220 Korn geschliffen, das geht einfacher, solange die Platten noch einzeln sind.

Alles wird bis 220 Korn geschliffen

Die Oberplatte bekommt eine Schicht Öl und wird später mit dem Korpus verschraubt und nicht verleimt. So kann ich das Öl bereits auftragen, damit es in Ruhe aushärten kann. Ich habe hier noch einen Rest Hartöl von Clou, das hat sich auch bereits bei den Werkbänken und dem Werktisch bewährt.

Die Oberplatte bekommt eine Schicht Öl

Danach habe ich mich an das Zusammenleimen und -schrauben des Korpus gemacht. Hierbei kamen wieder die Korpuswzingen zum Einsatz. Sobald eine Leimfuge dicht war, habe ich die Schrauben eingedreht und danach die Zwingen wieder entfernt und das nächste Teil angeleimt. Ich wollte so den gesamten Korpus Stück für Stück komplett fertigstellen, bevor der Leim komplett anzieht. Das hat auch ganz gut funktioniert, es blieb nur leider keine Zeit, um Bilder zu machen.

Nachdem der Leim dann über Nacht Zeit hatte auszuhärten, habe ich die Leimfugen gesäubert und an einigen Stellen die Kanten nachgeschliffen. Als Oberflächenbehandlung kommt ein Acryllack auf Wasserbasis zum Einsatz.

Der Korpus ist fertig zum lackieren

Zuerst werden die Innenecken mit einem Schaumstoffpinsel lackiert, danach kommen die Flächen dran. Hier habe ich zu einer Schaumstoffrolle mit Microcrater-Oberfläche gegriffen, damit habe ich schon bei früheren Projekte recht gute Ergebnisse mit Lack auf Wasserbasis erzielt.

Die Flächen werden gerollt
Der Karpus ist fertig lackiert

Auch der Lack bekommt über Nacht Zeit zum Trocknen. Am nächsten Tag folgt die Montage der Rollen und Füße. Die Löcher werden zunächst mit dem Bleistift und dann mit dem Körner exakt markiert. Durch die kleine Vertiefung im Holz ist es einfach, an der richtigen Stelle zu bohren, ohne dass der Bohrer verläuft.

Erst markieren…
…dann bohren

Beim Vorbohren der Löcher für die Rollen, habe ich mit Klebeband die Bohrtiefe gekennzeichnet – einfach und effektiv. 🙂

Die Rollen werden mit 6mm Holzschrauben befestigt. Diese habe ich mit dem Akku-Schrauber eingedreht, die letzte Umdrehung habe ich aber mit dem Schraubenschlüssel gemacht, da habe ich irgendwie mehr „Gefühl“.

Anschrauben der Rollen
Fertig montierte Rolle

Die Füße auf der anderen Seite werden in Einschlagmuttern gedreht, die von unten in den Boden gesetzt sind. Von oben kommt dann eine Unterlegscheibe und eine Flügelmutter als „Kontermutter“ drauf. Damit das Verstellen später einfach ist, wird oben auf dem Gewinde des Fußes ein Sterngriff befestigt. Diesen habe ich einfach mit hochfestem Schraubenlack aufgeschraubt – hält bombenfest.

Montage der Füße

Um den Fuß zu verstellen, muss ich jetzt einfach die Flügelmutter lösen, am Sterngriff die Höhe des Fußes einstellen und danach mit der Flügelmutter den Fuß wieder fixieren. Geht recht einfach. 🙂

Jetzt kann die Kappsäge drauf. Diese habe ich erstmal mit der Oberplatte verschraubt. Danach kommt die Oberplatte auf den Korpus und wird ebenfalls verschraubt, so kann die Säge nicht mehr verrutschen oder gar vom Schrank fallen.

Die Kappsäge ist montiert
Die Höhe passt, der Kappanschlag lässt sich problemlos montieren

Jetzt schneide ich noch flink die Einlegeböden auf Maß und dann ist er wirklich fertig…

…na ja, fast: Meine Bandsäge wartet ja auch noch auf ihr Schränkchen. Die Teile sind aber bereits vorbereitet und ich werde das zweite exakt genau so bauen.

 

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