Hochbett – Die Oberflächenbehandlung

Dieser Beitrag ist Teil 10 von 11 der Serie Hochbett.

Jetzt wird’s oberflächlich: Das letzte Kapitel vor der Endmontage. Ursprünglich hatte ich vor, das Bett zu ölen, bin dann aber aufgrund der klimatischen Bedingungen in meiner Werkstatt davon abgekommen. Aktueller Plan sind zwei Schichten Holzlack, der trocknet erheblich schneller.

Erster Schritt ist mein „Fingerabdruck“ oder besser gesagt, mein Logo. Nach 10 Minuten ist der Brennstempel auf der richtigen Temperatur. Erstmal zur Probe auf einem Reststück die richtige Zeit herausfinden und dann direkt auf die Zarge stemepln – 5 Sekunden scheinen ganz gute Ergebnisse zu liefern.

Das Logo ist angebracht

Danach geht’s an die eigentliche Oberflächenbehandlung. Ich habe bereits vor dem Zusammenbau alles bis Korn 220 geschliffen, jetzt wird die gesamte Oberfläche mit lauwarmem Wasser und einem Schwamm „gewässert“, damit sich die abgetrennten Holzfasern aufstellen.

Die Oberfläche wird gewässert

Nach dem Trocknen über Nacht fühlt sich die Oberfläche wieder relativ rau an und wird vor dem Auftrag des Oberflächenmittels mit einigen wenigen Strichen mit einem Schleifklotz und 220er Papier in Maserrichtung geglättet. Wichtig ist hierbei, ohne Druck zu arbeiten, damit man nur die aufgestellten Holzfasern abtrennt, nicht aber die darunter liegenden.

Bei der Gelegenheit konnte ich noch einen Riss flicken, der beim Zusammenbau entstanden ist. Hierfür habe ich dünnfüssigen Sekundenkleber für Holz verwendet. Das hat prima funktioniert und nach wenigen Minuten konnte ich bereits weiterarbeiten.

Flicken eines Risses (am unteren Bildrand) mit Sekundenkleber

Jetzt kann es losgehen mit lackieren. Das frische Gebinde Holzlack gut schütteln und danach eine kleine Menge abfüllen. Leider hat der Lack wohl Frost abbekommen: Er hatte die Konsistenz von zähem Honig und konnte leider nicht mehr verarbeitet werden. 🙁

Immerhin hat der Verkäufer ihn anstandslos zurückgenommen, konnte mir aber keinen Ersatz anbieten. Das war wohl ein Zeichen: Ich habe mich entschlossen, auf den ursprünglichen Plan zurückzugreifen und das Holz zu ölen. Das Öl hatte ich bereits besorgt und so konnte es losgehen.

Alles startklar für den ersten Ölauftrag

Ich habe alle Teile nacheinander geglättet und eingeölt. Nach 20 Minuten den Überstand mit einem Tuch abnehmen und dann mit einem Schleifvlies überschleifen.

Das erste Teil ist geölt
Auch die Stabilisatoren bekommen eine Schicht Öl

So habe ich alles über Nacht trocknen lassen. Am nächsten Tag habe ich dann mit 220 Korn zwischengeschliffen. Dann folgte ein zweiter Ölauftrag der im Anschluss mit einem Polierpad ein schönes Finish bekommen hat.

 

Alles zwei mal geölt und poliert
So können die Teile erstmal trocknen
Zwischen den Teilen ist genug Platz für die Luftzirkulation

Jetzt heißt es: Hoffen auf günstiges Klima – bis zum Aufbauen im Haus – dazu mehr im nächsten Teil…

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