Hochbett – Mehr Leimholz

Dieser Beitrag ist Teil 4 von 11 der Serie Hochbett.

Die sechs kurzen Leimhölzer für die Querzargen sind fertig, es fehlen aber noch die Leimhölzer für die langen Zargen, die Pfosten und die Leiterholme – insgesamt sind es 17 Leimholzteile. Die langen Zargen mit den Zapfen am Ende sind im Rohmaß 2,10 m lang. Hierfür muss ich in der Werkstatt noch etwas aufrüsten – Endlich gibt’e einen Grund. 🙂

Zunächst brauche ich eine Möglichkeit, die langen Hölzer abzurichten. Die Hobelmaschine bekommt hierfür zwei Tischverlängerungen und wird so positioniert, das die maximale Länge diagonal im Raum genutzt werden kann. Vorne und hinten bleiben beim Dickenhobeln weniger als 5 Zentimeter – echte Maßarbeit.

Platz schaffen für die Bearbeitung der langen Hölzer
Die Hobelmaschine mit Tischverlängerungen wird Zentimetergenau ausgerichtet

Der zweite Punkt, bei dem ich etwas aufrüsten musste, sind die Zwingen. Hier habe ich mich für Rohrzwingen entschieden, die durch verschieden lange Rohre sehr flexibel angepasst werden können und einen recht hohen Pressdruck aufbauen können. Anders als die Korpuszwingen spannen sie allerdings nicht exakt parallel, so dass die Zwingen auf jeden Falls wechselweise von oben und unten angesetzt werden sollten. Für die 20 cm breiten Leimholzplatten habe ich mich für 40 cm lange Rohre entschieden. Auf diese Weise sind die Zwingen noch recht handlich.

Die neuen Rohrzwingen sind fertig montiert

Bevor es aber an die Zargen geht, kommen die Bettpfosten an die Reihe. Es hat mich doch sehr erstaunt, wie viel schwerer das Buchenholz gegenüber dem Bergahorn ist. Nach einigem Muskeleinsatz waren die Buche-Teile aber abgerichtet und auf Maß gebracht. Jeweils zwei Teile ergeben einen Pfosten. Beim Verleimen habe ich meine 20 kleinen Temperguss-Zwingen verwendet.

Der erste Bettpfosten ist bezwungen
Der Leim tritt gleichmäig hervor, das Verteilen mit der Rolle hat sich gelohnt

Als nächstes habe ich die neuen Rohrzwingen für das Verleimen der langen Zargen und der Leiterholme ausgerichtet.

Die Rohrzwingen sind startklar

Nun geht’s ans Abrichten, Auftrennen und auf Dicke hobeln der Lamellen für die Leimhölzer.

Das passt grade so
Freie (Hobel-)Bahn für langes Holz

Beim Verleimen kommen dann die Rohrzwingen und die UniKlamps zum Einsatz. Damit alles grade und bündig ausgerichtet wird, habe ich noch einige Zulagen hergestellt und mit Klebeband versehen. Diese werden mit den Temperguss-Zwingen befestigt.

Eine lange Zarge in den Zwingen
Auch hier tritt der Leim gleichmäßig hervor

Als letztes werden die Leiterholme hergestellt. Hier hatte ich leider etwas Pech beim Auftrennen des Buche-Holzes: Es kamen einige Äste zu Tage, die ich vorher von außen nicht gesehen hatte. Okay, ich hatte beim Einkauf auch etwas knapp geplant. 🙁

Bucheholz mit Ästen und einige verbliebene Resthölzer

Ich musste tatsächlich noch mal eine Tour zum Holzhändler fahren, aber es geht um die Leiterholme, da wollte ich bezüglich der Stabilität keine Kompromisse eingehen. 😉

Letztendlich waren alle Hölzer fertig verleimt und auf Stärke gehobelt. Die Menge an Teilen konnte ich nicht in der Werkstatt lagern. Es fehlt schlicht der Platz. Außerdem hatte ich Angst, dass das wechselhafte Klima in der unbeheizten Werkstatt zu dieser Jahreszeit sich negativ auf das Holz auswirken könnte. Ich habe mir daher von der Familie das Okay abgeholt, die Teile zwischenzeitlich im Haus zu lagern – die langen Teile unter dem Bett von meinem Junior, also in dem Zimmer, in dem dann auch später das Hochbett stehen wird.

Die kürzeren Leimhölzer warten auf die weitere Verarbeitung
Die langen Zargen liegen unterm Bett
Die Pfosten gleich daneben

Das Leimholz ist fertig, im nächsten Teil geht’s um die weitere Bearbeitung der Zargen, insbesondere um das Einfräsen der Maxifix-Excenter.

 

 

 

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