Tonnenbox – Das Gestell

Dieser Beitrag ist Teil 3 von 7 der Serie Tonnenbox.

Nachdem das Holz abgerichtet und auf Dicke und Breite gehobelt wurde geht es mit dem Bau des Gestells weiter. Hierfür habe ich die Hölzer auf der Kappsäge auf Länge geschnitten und dabei darauf geachtet, alle gleich langen Teile immer mit derselben Einstellung zu sägen, so ist hinterher auch alles im richtigen Winkel.

Eine Herausforderung dabei sind die diagonalen Streben, die für mehr Stabilität des Gestells sorgen sollen. Die Verbindungen werden mit Domino-Dübeln hergestellt, hier habe ich mich für die Variante aus Sipo-Mahagoni entschieden, da die Tonnenbox voll bewittert steht.

Die Teile des Gestells sind gehobelt und zugesägt
Die Verbindung wird mit Domino-Dübeln hergestellt

Der nächste Schritt ist das Fräsen der Löcher für die Dominos. Hierfür habe ich zunächst Malerkrepp aufgeklebt, auf dem ich die Markierungen vornehme. Das hat gleich zwei Vorteile: Zum einen ist die Markierung auf dem hellen Kreppband besser zu erkennen als direkt auf dem Holz, zum anderen läßt sie sich leicht wieder entfernen.

Malerkrepp erleichtert das Markieren der Domino-Fräsungen
Fräsen der Domino-.Dübel-Löcher

Bevor der Leim angegeben wird, mache ich eine Passprobe, noch kann bei Bedarf leicht nachgearbeitet werden. Wie oft ich schon Löcher vergessen oder nicht tief genug gemacht habe….oh man. Diesmal passt aber alles. Zum Verleimen nehme ich PU-Leim, der schäumt ein wenig auf und ist daher für das Verleimen von Dominos perfekt.

Erstmal trocken zusammenstecken
Jetzt kommt der Leim dran

Nachdem alles zusammengesteckt ist, werden die Schraubzwingen angesetzt. Dabei messe ich regelmäßig die Diagonalen und korrigiere kleine Winkelfehler durch entsprechendes Ansetzen der Zwingen.

Die Schraubzwingen werden angesetzt
Mit dem messen der Diagonalen prüfe ich, ob alles im Winkel ist

Nachdem alles winkelig zusammengezwungen ist, habe ich die Rahmenteile mit Tischzwingen auf den Werktisch gespannt, so sind sie auch in dieser Richtung perfekt grade.

Fertig zusammengeleimtes Rahmenteil
Der PU-Leim sucht sich seinen Weg in die Freiheit

Die „Wangen“ des Gestells sind fertig, jetzt wird das ganze dreidimensional: Je zwei Wangen werden mit je drei Querriegeln zu einem Quader verleimt. Stellt sich die Frage: Warum denn nur drei Querriegel, fehlt da nicht einer ? Nö, fehlt keiner. Bei den Elementen für die Mülltonnen kommt vorne unten kein Querriegel rein, damit die Tonnen leicht rein und raus gerollt werden können.

Wangen und Riegel werden zusammengestellt
Die nächste Runde PU-Leim
Der erste Quader nimmt Form an

Auch hierbei habe ich wieder die grade Fläche des Werktisch genutzt und das Rahmenteil mit Tischzwingen grade gehalten. In der anderen Richtung werden wieder die Diagonalen gemessen und so wiederum alles winkelig verleimt. Da vorne unten ja kein Riegel eingebaut wird, habe ich mir ein passendes Holz gesägt, dass ich beim Verleimen dazwischen klemmen konnte, so lässt es sich leichter zusammenzwingen.

Auch in der dritten Dimension werden wieder die Diagonalen gemessen
Eine Hilfs-Leiste ersetzt beim Verleimen den fehlenden vierten Riegel
Entfernen der Leimreste

Nachdem der Leim getrocknet ist, kommt (mal wieder) meine Lieblingsaufgabe: Leimreste entfernen. Das macht bei PU-Leim besonders viel Spaß. Hilft aber nichts, muss sein. So habe ich erstmal zwei Quader zusammengesetzt, einen für die linke und einen für die rechte Mülltonne. Diese beiden werden dann wiederum mit 3 Querriegeln zu einem größeren Gestell zusammengeleimt, in dem später die drei Mülltonnen Platz finden.

Die beiden verleimten Quader werden passend zueinander ausgerichtet
Die dritte Runde PU-Leim
Die Quader werden zu einem größeren Gestell zusammengesetzt
Auch hier wird wieder der rechte Winkel geprüft

Beim Zusammenzwingen habe ich auch hier wieder mit dem Diagonalmaß den rechten Winkel geprüft. Damit ist der erste Teil des Gestells fertig. Den zweiten Teil, den für die Regentonne, baue ich zunächst separat und setze es erst beim Aufstellen zusammen. Das Gestell in einem Teil ist einfach zu groß und zu schwer um es zu bewegen.

Das Gestell für den Mülltonnen-Teil ist fertig verleimt
Das Gestell ragt weit über den Werktisch hinaus und muss abgestützt werden

Das Gestell für die Regentonne ist etwas höher. Die Konstruktion und die Herstellung sind aber identisch zum Mülltonnen-Gestell, daher spare ich mir hier eine detaillierte Beschreibung. 🙂

Der Teil des Gestells für die Regentonne ist ebenfalls fertig verleimt

Nachdem die beiden Teile des Gestellt soweit fertig sind, kommen sie schon mal unter unser Carport, da ist genug Platz um sie erstmals so aufzustellen, wie sie später mal zusammengesetzt werden.

Das Gestell für die Mülltonnen steht draußen
Die beiden Teile des Gestells stehen erstmals nebeneinander

Es ist zwar alles gut mit Dominos und PU-Leim verleimt, zur Sicherheit setze ich aber noch ein paar verzinke Winkel an die „empfindlichen“ Stellen. Sollte sich doch mal eine Verbindung lösen, fällt so nichts auseinander.

In der Werkstatt geht es derweil weiter mit den Rahmen, die oben auf das Gestell drauf kommen. Diese verdecken das Hirnholz und sind schräg, so dass das Regenwasser gut ablaufen kann. Ich habe mit dafür einen Schlitten gebaut, auf dem ich die Rahmenteile mit dem Dickenhobel schräg hobeln kann.

Mit einem Schlitten werden die Rahmenteile schräg gehobelt

Damit am Rahmen kein Hirnholz offen ist, werden die Ecken auf Gehrung gesägt und mit Lamellos verleimt. Dafür habe ich extra 20er Lamellos aus Eiche besorgt. Verleimt wird wieder mit PU-Leim.

Die Rahmenteile werden verleimt
Beide Rahmenteile sind in den Zwingen
Die Gehrung des Rahmens ist schön dicht
Der PU-Leim tut sein Werk

Die Rahmen werden anschließend an die Teile des Gestells angepasst und von untern verschraubt. Die hinteren oberen Riegel sind allerdings noch nicht abgedeckt. Diese sind etwas höher, da an ihnen später die Deckel befestigt werden sollen. Die Abdeckung erfolgt hier mit Streifen einer HPL-Platte, die auch für die Deckel verwendet werden soll. Die Streifen werden einfach mit Kontaktkleber aufgeklebt und verdecken damit das Hirnholz im hinteren Bereich des Gestells.

Die HPL-Platten sind an die hinteren oberen Riegel geklebt…
…auch an dem Gestell-Teil für die Regentonne

Da das Gestell später recht dicht neben einer Fensterbank stehen wird, habe ich die linke Seite im oberen Bereich schon mal mit den Lamellen versehen, da ich später recht schlecht an dieser Stelle schrauben kann.

Das Gestell ist fertig

Das Gestell ist fertig. Im nächsten Teil wird es an seinem Bestimmungsort aufgestellt.

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