Tonnenbox – Die Projektidee

Dieser Beitrag ist Teil 1 von 3 der Serie Tonnenbox.

Bereits vor einiger Zeit hat unser Abfallentsorger die Abfuhr von Säcken auf Tonnen umgestellt so dass sich für die verschiedenen Müllarten eine kleine Sammlung von Mülltonnen vor unserem Haus eingefunden hat. Die passten irgendwie nicht so recht in unsere Gartengestaltung. Das ist ein Fall für den Hüttenwerker, der das neue Projekt gleich umgesetzt hat – natürlich erstmal „virtuell“ als Modell in Sketchup.

Das Ziel der Übung ist es, drei 120 Liter Mülltonnen formschön zu verkleiden, so das man leicht Müll einwerfen und die Tonnen auch einfach heraus rollen kann. Da der Platz recht knapp ist, wird die Mülltonnenbox „auf Maß geschneidert“, so dass die Tonnen exakt reinpassen. Der erste Schritt ist es daher, die genauen Maße zu ermitteln.

Die Maße für die Mülltonnenbox werden ermittelt
Die Maße der Profile und Lamellen orientieren sich am Design des Kräuterbeetes

Das Design orientiert sich am Kräuterbeet. Anders als das Kräuterbeet, wird die Mülltonnenbox allerdings aus sibirischer Lärche statt Robinie gebaut. Das ist ebenfalls recht witterungsbeständig, schont aber den Geldbeutel, insbesondere weil eine größere Menge Holz benötigt wird,

Nachdem ein geeigneter Platz für die Mülltonnenbox gefunden war, kam noch ein weiterer Aspekt hinzu: Wir hatten schon lange vor, uns eine Regentonne zuzulegen. Da die Mülltonnenbox in unmittelbarer Nähe zum Fallrohr der Regenrinne unseres Hauses entstehen soll, habe ich noch eine weitere Tonne in die Planung einbezogen: Eine 300 Liter Regentonne. So wird aus der reinen „Mülltonnenbox“ eine kombinierte „Tonnenbox“.

Mit diesen Informationen ausgerüstet geht es ab an den Computer und die ersten Entwürfe entstehen als 3D-Modell in Sketchup.

So soll die Tonnenbox mal aussehen
Ein Mülltonnen-Platz mit Deckel und Tür
Die Regentonne steht auf einem Sockel

Im rechten Bereich ist die Box etwas höher, damit die Regentonne auf einem Sockel stehen kann. Dadurch ist der Auslaufhahn hoch genug, dass eine Gießkanne oder ein Eimer drunter passt. Nachdem der „Familienrat“ einstimmig das Design verabschiedet hat, habe ich aus dem Modell die Baupläne erstellt.

Die Vorderansicht
Ansixcht von rechts mit Regenwasserzu- und auslauf
Die Rückseite ist offen, da sich hier die Hauswand befindet
Die Box ohne Tonnen

Die Außenseiten sowie die Türen der Box werden aus Lamellen gebaut, die jeweils 5 mm Abstand haben, so trocknet es auch in der Box, wenn mal Wasser reinkommt. Die Lamellen haben dabei schräge Kanten, so dass man nur von unten nach oben durchschauen kann. Das Gestell und die Türrahmen werden mit Querstreben stabilisiert.

Eine Tür
Die Lamellen im Profil

Die Deckel bekommen oben eine 6 mm starke HPL-Platte, die ist Wasserfest und UV-beständig. Mein plan ist es, die HPL-Platten aufzukleben. Hier bin ich mir unsicher, welcher Kleber sich dafür am besten eignet. Ich habe daher ein paar Test-Klebungen vorgenommen.

Test mit einem Montagekleber
Der Kleber quillt an den Seiten heraus

Gewonnen hat am Ende ein Kontaktkleber, damit sollte sich eine Witterungsbeständige Verklebung realisieren lassen. Jetzt bestelle ich schon mal die erste „Portion“ Lärchenholz und dann fliegen im nächsten Teil die ersten Späne.

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