Werkstatt – Die Werkbänke

Dieser Beitrag ist Teil 6 von 8 der Serie Werkstatt.

Die Schränke sind in den neuen Maschinenraum umgezogen und  die alten Werkbänke ziehen demnächst in die Werkstatt eines Bekannten um – damit ist der Werkraum komplett leer und wird mit selbstgebauten Möbeln ausgerüstet.

Der Plan sieht vor, einen großen Werktisch in der Mitte des Raumes zu platzieren, um den ich komplett herum gehen kann. An den beiden langen Seiten des Raumes sollen schmale Werkbänke installiert werden, in denen das Werkzeug untergebracht wird und auf denen Maschinen gerüstet und Material gelagert werden kann.

Der Plan steht

Alle Werkbänke und der Werktisch bekommen eine Höhe von 90 cm, das ist eine angenehme Arbeitshöhe für mich. Darüber hinaus ist es dieselbe Höhe wie das CMS oder die PRECISIO von Festool. Los geht’s mit den Werkbänken. Diese bestehen aus vier identischen Unterschränken die mit Lochreihen im 32mm Raster versehen werden. In viele der Schränke kommen Schubkästen. Für die Systainer werden spezielle Auszüge gebaut, die mit Überauszügen installiert werden. Dadurch kann ich die Systainer einfach herausziehen und komplett aufklappen.

Der Zuschnitt erfolgt mit Tauchsäge und Führungsschine
Die Seiten der Unterschränke sind zugeschnitten

Damit sich die einzelnen Platten nicht so sehr verziehen, spanne ich immer mehrere Teile mit Schraubzwingen zusammen. Nach dem Zuschnitt werden die Platten geschliffen – das geht einfacher, bevor sie zusammengeleimt werden. Die Verbindungen werden mit Lamellos und zusätzlicher Verschraubung hergestellt.

Die Platten werden vor dem Verleimen bereits geschliffen
Die Lamellofräse hat ordentlich was zu tun
Eine Rückwand mit Lamellos
Die Lochreihen werden mit dem LR-32 von Festool gebohrt

Nach dem Zusammenleimen und -schrauben werden die Schränke grau lackiert. Danach werden verstellbare Füße montiert, so können die Schränke später komfortabel ausgerichtet werden.

Eine Lackschicht als Oberflächenfinish
Die Auszüge und die Füße sind angekommen
Ein fertiger Unterschrank

Für die Auszüge, auf denen die Systainer stehen, werden sogenannte Überauszüge installiert. Diese lassen sich einige Zentimeter weiter aus dem Korpus ziehen als normale Vollauszüge. Auf diese Weise lassen sich die Deckel der Systainer komplett aufklappen.

Ein Überauszug ist im Korpus installiert…
…und kann sich ganz schön lang machen

Der nächste Schritt ist der Bau der Auszüge, insgesamt 10 Stück werden benötigt. Die Auszüge werden aus 15 mm Birke-Multiplex gebaut und ebenfalls mit Lamellos verleimt.

Viele Lamellos schaffen Stabilität
Die ersten vier Auszüge sind vorbereitet…
…und können verleimt werden
Ein verleimter Auszug
Die ersten vier Auszüge sind fertig

Bevor ich weitere Auszüge baue, teste ich erstmal, ob das mit den Überauszügen auch wirklich funktioniert. Oben auf den Auszügen wird noch ein Stopp-Klotz an der hinteren Kante montiert. So können die Systainer nicht verrutschen.

Der erste Auszug ist montiert…
…lässt sich weit herausziehen…
…und der Deckel des Systainers geht komplett auf

Der Test war erfolgreich, ich kann also sechs weitere Auszüge bauen. Vor der Installation werden diese mit Möbelhartöl behandelt.

Fertig geölte Auszüge

Jetzt können die Unterschränle ausgerichtet und miteinander verschraubt werden. Oben drauf kommt eine geölte 30mm Birke-Multiplex-Platte als Werkplatte. An der hinteren Werkbank wird noch ein höheres Teil montiert, unter dem der Öl-Radiator platz findet.

Die hintere Werkbank ist installiert
Auch der Öl-Radiator hat seinen Platz
Die Systainer sind eingeräumt

Neben der Werkbank vor dem Fenster wird noch eine Ecke installiert, unter der der Werkstatt-Sauger Platz findet. Oben drauf kommt der Bohrständer.

Für den Werkstatt-Sauger wird ein Eck-Unterschrank gebaut
Unten Sauger, oben Bohrständer

Die Werkbänke sind soweit fertig, fehlen nur noch die Schubkästen. In der Mitte des Raumes steht provisorisch mein Bankaufsatz auf Holzböcken, hier kommt als nächstes der Werktisch hin, dazu mehr im nächsten Beitrag…

Der Bankaufsatz als provisorischer Werktisch

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