Hochbett – Die Projektidee

Dieser Beitrag ist Teil 1 von 1 der Serie Hochbett.

Nach den Drechselarbeiten und Bilderrahmen steht wieder ein „Großprojekt“ an: Mein Junior hat demnächst Geburtstag und wünscht sich ein Hochbett. Eine echte Herausforderung, bei der Größe meiner Werkstatt. Dazu kommt, das ein Möbel dieser Größe zerlegbar sein muss – es passt sonst nicht durch die Tür.

Los geht’s mit dem Plan. Der erste Schritt ist (mal wieder) ein Sketchup-Modell. Zum einen, um eine Materialliste und einen Bauplan daraus abzuleiten, zum anderen aber auch, um das optische Erscheinungsbild mit der Familie abzustimmen, bevor das Holz eingekauft wird. Als grobe Vorgabe für das Design dienen die anderen Möbel im Raum. Es handelt sich um sehr helle Oberflächen gepaart mit Details in Buche. Die Bettpfosten und die Leiter sowie der Rahmen, auf dem der Lattenrost aufliegt werden aus Buche, die langen und kurzen Zargen zwischen den Pfosten werden aus Ahorn hergestellt. Die Dimensionen sind durch den vorhandenen Lattenrost und die Raumhöhe ebenfalls festgelegt: Es wird ein Bett mit 90 x 200 cm Liegefläche und die Oberseite der Matratze ist 150 cm über dem Boden (und damit 1 Meter unterhalb der Decke).

Das fertige Hochbett

Kopf- und Fußteil werden fest verleimt (mit 10 x 100er Dominos) – Ein flaches Teil mit außenmaßen von knapp 100 x 180 cm läßt sich noch ganz gut bewältigen. Die langen Zargen sowie die Leiter werden mit Schrauben und Excenter-Verbindern mit dem Kopf- und Fußteil verbunden. Als Excenter kommen Maxifix-Excenter mit 35 mm Durchmesser zum Einsatz.

Kopf- bzw. Fußteil mit Dominos

Das Gewicht wird später an den zwei langen Zargen neben der Matratze hängen, die in ca 140 cm Höhe mit dem Pfosten verbunden werden. Hier habe ich mir überlegt, die Zargen ca. 2 cm tief in die Pfosten einzulassen, mit Zapfen, die nur 3 mm abgesetzt werden. Dadurch ruht fast der gesammte Querschnitt der Zargen auf den Pfosten. Mit Excenterverbindern werden die Zapfen in Position gehalten und am Rausrutschen gehindert. Die anderen Zargen werden „nur“ mit den Excenter-Verbindern mit den Pfosten verbunden (eventuell kommt noch ein Domino-Dübel ohne Leim in die Mitte).

Verbindung der Zargen und Pfosten mit Exscenter-Verbindern
Verbindung von Zarge und Pfosten mit Zapfen (untere Zarge)

Die Excenter-Bolzen für die Zargen mit Zapfen sind 20 mm länger und gehen durch den Zapfen durch.

Der Lattenrost wird auf einem Rahmen aus Bucheleisten (30 x 40 mm) aufliegen, der an die Zargen geleimt und geschraubt wird, An zwei Stellen werden die langen Zargen mit jeweils einer Buche-Leiste miteinander verbunden, um zu verhindern, dass die Zargen sich nach außen biegen und der Lattenrost nicht vollständig aufliegt.

Buche-Rahmen für den Lattenrost
Eingelegter Lattenrost

An den Ecken werden 10 mm starke Buche-Multiplex-Dreiecke mit den Halteleisten verschraubt. Damit soll das Bett gegen trapezförmige Verschiebung von Kopf- und Fußteil stabilisiert werden. Für diese Dreiecke werden die Halteleisten zuvor ausgeklinkt, damit die Oberkante eben ist und der Lattenrost flächig aufliegen kann.

Stabilisierung der Ecken

Die Leiter soll, wie Kopf- und Fußteil, fest verleimt werden. Zur Befestigung mit dem Bett dienen Schrauben, die die Leiter mit einem Bettpfosten und einer Zarge verbinden.

Die Leiter

Die Sprossen werden mit den Holmen per Gratnut verbunden. Zwischen der dritten und vierten Sprosse werden in die Holme Grifflöcher eingefräst, so dass man sich gut festhalten kann. Auf den Sprossen sollen jeweils zwei Gummi-Streifen befestigt werden, um ein Abrutschen zu verhindern.

Grifflöcher in den Leiter-Holmen
Verbindung per Gratnut

Der Plan steht und wurde vom Auftraggeber abgenommen. 🙂 Jetzt bin ich mal gespannt, wie gut ich das ganze umsetzen kann…

 

 

2 Kommentare bei „Hochbett – Die Projektidee

    1. Angefangen habe ich schon, bald kommen weitere Beiträge in dieser Serie. Soviel kann ich schon vorab verraten: Ein Möbel dieser Größe im Winter zu bauen, wenn man nichts draußen machen kann, ist eine zusätzliche Herausforderung. 🙂

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