Kräuterbeet – Die Projektidee

Dieser Beitrag ist Teil 1 von 8 der Serie Kräuterbeet.

Nachdem der Frühling voll losgelegt hat (eigentlich ist es schon fast sommerlich), kommen einige lang gehegte Projektideen für den Garten auf den Plan. Ein Projekt, das im letzten Jahr leider nicht mehr umgesetzt werden konnte, steht dafür jetzt ganz oben auf der Liste: Ein Kräuterbeet neben unserer Terrasse – mit zwei Schritten aus der Küche zu erreichen. Sehr praktisch, wenn frische Kräuter beim Kochen benötigt werden.

Die Kräuter wachsen derzeit in zwei quadratischen Blumentöpfen aus Kunststoff. Meine Idee ist es, diese auch weiterhin zu verwenden und mit einer Holzkonstruktion zu verkleiden. Auf diese Weise kommt das Holz nicht mit dem nassen Erdreich in Berührung. Die Herausforderung ist der sogenannte „konstruktive Holzschutz“. Dabei ist zu beachten, dass möglichst kein offenes Hirnholz der Bewitterung ausgesetzt wird. Darüber hinaus sollten keine Ebenen Flächen vorhanden sein, auf denen sich Regen oder Tauwasser sammeln können. Neben der Wahl eines dauerhaften Holzes trägt die Konstruktion so erheblich zur Langlebigkeit bei.

Die Optik soll schlicht und modern gehalten sein – ich habe mich für ein Gestell entschieden, an das von außen Lamellen geschraubt werden. Als Planungsgrundlage und zur Abstimmung mit der Familie habe ich ein Sketchup-Modell erstellt.

Der Entwurf des Kräuterbeetes

Die Dimensionen waren in Tiefe und Breite von den beiden vorhandenen Pflanztöpfen vorgegeben (jeweils ca. 40 x 40 cm). Die Höhe habe ich so gewählt, dass die Oberkante der Pflanztöpfe in etwa mit dem Terrassentisch daneben identisch ist – so kann man bequem im stehen ein paar Kräuter „ernten“. Die einzelnen Latten des Gestells sollen mit Mahagoni-Dominos in 10 x 50 mm miteinander verleimt werden. In den Ecken werden verzinkte Zargenwinkel verschraubt, um die Verbindung zusätzlich zu verstärken.

Zargenwinkel verstärken das Gestell

Die vier Beine bekommen ein Profil, bei dem sich an der Außenecke eine Vierkantleiste befindet, die Bündig mit der Außenseite der Lamellen ist. So entsteht ein sauberer Abschluss an den Ecken und das Hirnholz der Lamellen liegen nicht völlig frei.

Profil eines Beines

Oben auf das Gestellt kommt ein Rahmen, der auf Gehrung verleimt wird. Dieser Rahmen verdeckt das Hirnholz der Beine von Oben. Die Oberseite des Rahmens wird schräg gehobelt, so dass das Wasser abtropfen kann. Die Lamellen werden mit einem Abstand von 5mm angebracht, so kann das Holz immer wieder gut trocknen. Damit auch auf den Kanten der Lamellen kein Wasser steht, werden diese ebenfalls schräg geschnitten – es ergibt sich eine Rautenform für das Profil der Lamellen.

Oberer Rahmen und Lamellen sind angeschrägt
Profil einer Seite des Kräuterbeets

Auch die unteren Latten des Rahmens sind oben Schräg. Die Blumenkästen werden auf dicke Balken gestellt, die auf den unteren Latten des Gestells aufliegen. Unter jedem Topf soll sich ein Kreuz aus Latten befinden. Die vier Füße an den Ecken der Töpfe hängen frei in der Luft. Hier werden Löcher zum Ablaufen des Stau-Wassers angebracht, das einfach unten auf den Boden tropfen kann, ohne mit dem Holz des Beetes in Berührung zu kommen.

Die Träger für die Pflanztöpfe

Die Balken werden mit Überblattungen versehen und einfach nur zusammengesteckt. Mit diesem Plan kann ich mich demnächst auf den Weg zum Holzhändler machen – mal sehen, was ich da so erbeuten kann. Die Familie ist jedenfalls schon mal begeistert. 🙂

So soll es mal aussehen

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