Kräuterbeet – Holz auftrennen und hobeln

Dieser Beitrag ist Teil 2 von 8 der Serie Kräuterbeet.

Ich habe lange gesucht, um ein passendes Holz für das Kräuterbeet zu finden. Ich wollte gerne ein Laubholz verwenden, dass dauerhaft an der Witterung ist – bei Nadelholz muss ich ständig die Werkzeuge vom Harz befreien, eine echte Strafarbeit. Nach ein paar Recherchen fiel meine Wahl auf Robinie, auch als „falsche Akazie“ bekannt.

Robinie ist widerstandsfähiger und dauerhafter als Eichenholz und wird traditionell im Schiffsbau, im Bergwerk und für Bahnschwellen verwendet. Viele Spielgeräte auf Spielplätzen werden aus Robinienstämmen gebaut, da es keiner chemischen Behandlung bedarf, um das Holz witterungsbeständig zu machen. Das perfekte Holz also, für ein Kräuterbeet, das ganzjährig im Freien steht.

Es handelt sich um ein einheimisches Laubholz, es sollte also kein Problem sein, Robinienholz zu bekommen. Theoretisch. Praktisch hat kaum ein Holzhändler Robinienholz vorrätig, und das Bestellen ist meist an eine Mindestabnahmemenge gebunden, bei der mein gesamtes holzwerkerisches Schaffen der nächsten 10 bis 20 Jahre auf Robinienholz basieren würde. 🙁

Ich hatte mich schon (fast) damit abgefunden, eine andere Holzart zu verwenden, da bekam ich von einem Schreiner bei uns am Ort eine Adresse von einem Holzhänder, der nur ein paar Orte weiter sein Lager hat. Das Lager ist vergleichsweise klein, aber es sind sehr viele „besondere“ Hölzer verfügbar, dafür keine riesigen Mengen. Einen Anruf später hatte ich einen neuen Lieblingsholzhändler – einen mit 8 Bohlen Robinie lagernd zu einem Preis vergleichbar zu Eichenholz. Kurz danach standen drei dieser Bohlen in meiner Werkstatt und freuten sich darauf, zu einem Kräuterbeet zu werden. 🙂

Das Robinienholz wartet auf seine Verarbeitung
Die 2,40 Meter Bohlen habe ich bereits halbiert – aus 3 mach 6 🙂

Es ist ja ein Gartenprojekt, ich habe mich daher entschlossen, das schöne Frühlingswetter zu nutzen und das Holz draußen zu besäumen. Schnell sind die Holzböcke vor der Werkstatt aufgebaut. Mit der Führungsschiene und dem Pantherblatt auf der TS-55 sind die Bohlen bald von der Rinde befreit.

Gartenprojekte sollten im Garten gebaut werden
Da bekommt die TS-55 mal frische Luft
Das besäumte Holz

Die Hobelmaschine bekomme ich leider nicht so einfach ins Freie, da ist es dann einfacher, in der Werkstatt weiterzumachen. Der nächste Schritt ist das Abrichten des Holzes. Bei einer Länge von 1,20 Meter habe ich dafür die Tischverlängerungen an der Hobelmaschine montiert.

Abrichten des Holzes
Mit Tischverlängerung sind 1,20 Meter kein Problem
Das Holz auf seinem Weg über die Hobelwelle

Nach einem anstrengenden Tag ist aus den Bohlen ein Stapel abgerichtetes Robinienholz geworden….und ein großer Sack voller Hobelspäne. 🙂

Fertig abgerichtetes Robinienholz…
…und ein Sack Hobelspäne

Weiter geht’s mit dem Herstellen der Beine. Diese müssen aus zwei Teilen zusammengeleimt werden – aus 55 mm starken Bohlen wollten sich partout keine 60 x 60 mm Kanteln aus einem Stück herstellen lassen. 🙂 Dazu mehr in nächsten Teil…

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