Wohnzimmerschrank – Falsche Konterprofile

Dieser Beitrag ist Teil 6 von 13 der Serie Wohnzimmerschrank.

Im letzten Teil wurden die Seiten- und Mittelwände sowie die Einlegeböden zugeschnitten und mit Anleimern versehen. Die Seitenwände bekommen heute auf der Außenseiten noch Zierleisten aufgeleimt, so dass sie etwas wuchtiger erscheinen und vom Stil gut zu den geplanten Fronten in Konterprofile-Bausweise passen.

Ich verwende für das Fräsen der Zierleisten auf dem Frästisch den selben Konterprofil-Fräser, wie später für die Fronten, stelle ihn aber von der Höhe so ein, dass die Nut bzw. Feder nicht mit angefräst wird. Los geht es mit den Konterprofilen auf den Stirnseiten, da ich gut ein Splitterholz anlegen kann, solange die Längsseiten noch kein Profil haben. Danach wird dann das Profil an die Längsseiten angefräst.

Passprobe zur Feineinstellung der Fräserhöhe
Die Querfriese mit Konterprofil sind fertig
Die Längsfriese haben ebenfalls ihr Profil bekommen

Nachdem die Leisten soweit vorbereitet sind, kann es auch schon mit dem Verleimen losgehen. Ich gehe dabei in zwei Schritten vor. Zuerst leime ich die Leiste an der vorderen Kante an und richte sie dabei Bündig mit dem Anleimer aus.

Die erste Leiste wird an der Vorderkante angeleimt
Die Zierleiste ist exakt bündig mit dem Anleimer ausgerichtet
Viele Zwingen sorgen für einen guten Anpressdruck

Im zweiten Schritt werden die anderen drei Leisten angeleimt, die erste Leiste dient dabei als Referenzkante. Mit Einhandzwingen drücke ich die zunächst die beiden Querfriese dicht an an die vordere, bereits angeleimt Leiste, um die Fuge schön dicht zu bekommen. Dann werden die Querfriese mit Zwingen an der Platte befestigt.

Die Querfriese werden mit Einhandzwingen dicht an die vordere Leiste gedrückt
Mit Zwingen werden die Querfriese an der Platte befestigt

Für die hintere Leiste gehe ich ebenso vor: Erstmal mit Einhandzwingen die Fuge dich drücken, dann die Leiste mit Zwingen an der Platte fixieren. Die Hintere Leiste steht dabei einige Millimeter über die Platte über. In der so entstandenen Nut wird später die Rückwand liegen.

Die hintere Leiste wird unter die Konterprofile der Querfriese geschoben
Mit einer Einhandzwinge wird die Fuge an einer Seite dicht gedrückt…
…nach dem Fixieren dann auch an der anderen Seite
Die Querfriese und die hintere Leiste sind angeleimt
Die hintere Leiste steht etwas über und erzeugt einen Falz für die Rückwand

Die Leisten und auch die Tischlerplatten haben ein wenig Überlänge bzw. Überbreite und werden erst nach dem Anleimen bündig geschnitten. So ergibt sich oben und unten eine Saubere Kante. Die vordere Kante wird mit ein paar Zügen mit dem Handhobel nachgearbeitet, so sehen Anleimer und Zierleiste wie aus einem Stück aus.

Die Teile haben noch etwas Überlänge und sind nicht exakt bündig
Ein Schnitt mit der Handkreissäge bringt die Wände auf das Endmaß

Die Seitenwände haben jetzt außen die Optik einer Rahmen-Füllung-Konstruktion mit Konterprofilen, innen aber eine glatte und ebene Fläche. Durch die Tischlerplatte sind die Teile auch recht formstabil und lassen sich gut mit den anderen Schrankteilen verbinden. Mit den Verbindungen geht es im nächsten Teil weiter…

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