Wohnzimmerschrank – Verbinder und Lochreihen

Dieser Beitrag ist Teil 7 von 10 der Serie Wohnzimmerschrank.

In den letzten Beiträgen wurden die Teile für den Schrankkorpus hergestellt, heute geht es darum, diese zu verbinden. Damit der Schrank später wieder zerlegt werden kann, sollen die Teile mit lösbaren Verbindungen versehen werden. Ich habe mich für Maxifix-Exzenter-Verbinder entschieden, mit denen die Wände mit dem Sockel, dem Zwischenboden und dem Deckel verbunden werden. Für die Einlegeböden kommen Lochreihen in die Innenseiten der Wände, so können diese flexibel angepasst werden.

Für das Einfräsen der Maxifix-Verbinder habe ich aus einem früheren Projekt noch eine selbstgebaute Schablone, damit geht das recht Präzise. Im ersten Schritt zeichne ich dafür auf den Wänden die Position der Exzenter-Verbinder an.

Die Position der Exzenter-Verbinder wird angezeichnet
Ein kurzer Blick in die technische Zeichnung der Verbinder…
…dann kann die Frästiefe auf das richtige Maß eingestellt werden

Die Schablone wird zunächst mit drei Zwingen (eine davon recht mittig, dicht an dem Bohrloch für den Bolzen) befestigt, um mit dem Akku-Schrauber das Loch für den Exzenter-Bolzen zu bohren. Danach wird die mittlere Zwinge entfernt um Platz für die Oberfräse zu habe. Diese ist mit einem 17 mm Kopierring und einem 10 mm Spiralnutfräser ausgerüstet. Mit ihr wird in mehreren Durchgängen das 35 mm Loch für den Exzenter-Verbinder gefräst.

Die Schablone wird zunächst mit drei Zwingen befestigt…
…um das Loch für den Exzenter-Bolzen an der richtigen Stelle zu bohren
…danach wird die Zwinge in der Mitte entfernt…
…um mit der Oberfräse das Loch für den Exzenter-Verbinder zu fräsen
Fertig gefrästes Loch für einen Exzenter-Verbinder
Licht am Ende des Tunnels
Das Loch für den Bolzen sauber und ausrissfrei

Mit der Schablone arbeite ich mich nach dem Prinzip durch den Stapel der Seiten- und Mittelwände. Danach werden die Exzenter-Verbinder eingesetzt. Ebenfalls aus einem früheren Projekt habe ich zwei Exzenter-Bolzen, bei denen ich das Gewinde weggeschliffen und zu einer Spitze umgearbeitet habe. Diese Bolzen kann ich in die Exzenter-Verbinder einsetzen und habe so Markierer für die exakte Position der Bohrlöcher in Sockel, Zwischenboden und Deckel, in denen die Exzenter-Bolzen eingeschraubt werden.

Die Verbindungen sind gefräst
Der erste Exzenter-Verbinder sitzt
Die Exzenter-Verbindungen sind fertig

Nachdem die Exzenter-Verbindungen fertig sind, geht es mit den Lochreihen für die Einlegeböden weiter. Hier verwende ich das Lochreihensystem von Festool und bohre mit der Oberfräse jeweils zwei 32 mm Lochreihen in die Innenseiten der Wände. Bei den Seitenwänden als Sackloch, bei den Mittelwänden als durchgehendes Loch, so habe ich gleich beide Seiten in einem Durchgang mit Lochreihen versehen.

Die Führungsschiene für das Lochreihensystem wird ausgerichtet
Mit der Oberfräse und einem 5 mm Fräser wird die Lochreihe gebohrt
Die erste Lochreihe ist fertig
Markierungen auf der Schiene helfen dabei, nicht zu weit zu fräsen

Damit sind alle Verbindungen vorbereitet und ich kann den Schrankkorpus zum ersten mal montieren und die Rückwände einpassen. Damit geht es im nächsten Teil weiter…

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