Wohnzimmerschrank – Oberflächenbehandlung

Dieser Beitrag ist Teil 9 von 13 der Serie Wohnzimmerschrank.

Nach der erfolgreichen Probemontage des Schrankkorpus baue ich alle Teile wieder auseinander und bereite sie auf die Oberflächenbehandlung vor. Die Exzenter-Verbinder konnte ich vorsichtig wieder aus den Wänden entfernen. Die Exzenter-Bolzen hab ich nicht wieder entfernt, da hatte ich Angst, dass ich sie nicht wieder so fest eingeschraubt bekomme. Die Bolzen habe ich dafür mit Malerkrepp abgeklebt.

Geschliffen sind die Teile ja bereits, ich starte also damit, die Oberflächen mit laufwarmen Wasser abzuwischen. Durch die Feuchtigkeit stellen sich die obersten Holzfasern auf. Diese werden dann durch einige Züge mit einem feinen Schleifpapier ohne Druck wieder geglättet.

Die Teile werden mit lauwarmen Wässer abgewischt…
…und trocknen danach wieder gut ab
Der Sockel trocknet nach dem Wässern

Bei der großen Anzahl an Teilen wird das in der kleinen Werkstatt eine logistische Herausforderung. Den Schranksockel habe ich kurzerhand für die Oberflächenbehandlung in den „Maschinenraum“ verbannt, die kürzeren Teile stehen in der Werkstatt an die Schränke gelehnt.

Die kürzeren Teile stehen hochkant an der Werkbank…
…den Wänden…
…und den Möbeln im Werkraum

Nach dem Wässern und Glätten wird der Schrank gebeizt. Ich verwende dafür die Universal-Holzbeize von Clou im Farbton „Nußbaum“. Dadurch werden die minimalen Farbunterschiede zwischen dem Furnier der Tischlerplatte und der Sperrholzplatte sowie dem Massivholz perfekt ausgeglichen. Der Farbton, der dabei entsteht, kommt dem der Eiche-Möbel sehr nahe, die später direkt neben dem Schrank stehen werden.

Das Beizen kann losgehen
Die erste Seitenwand wird gebeizt
Der Deckel wird gebeizt
Die Beize trocknet auf dem Deckel und dem Zwischenboden…
…den Seitenwänden und Einlegeböden…
…und dem Sockel

Um der Oberfläche einen guten Schutz zu geben, kommt auf die Beize ein Klarlack. Auf den Flächen habe ich diesen mit der Rolle aufgetragen, in den Profile und Ecken kommt ein Schaumstoff-Pinsel zum Einsatz. Die Seitenwände bekommen eine Schicht Lack, die Böden, Sockel und der Deckel bekommen eine zweite Schicht, da sie vermutlich mehr mechanische Belastung aushalten müssen.

Das lackieren kann losgehen
Eine Seitenwand wird lackiert
Der Deckel bekommt zwei Lack-Schichten
Der lackierte Sockel trocknet
Eine Mittelwand ist fertig lackiert

Nach dem Trocknen des Lackes ist die Oberflächenbehandlung abgeschlossen. Bei der Gelegenheit bekommt der Sockel noch Filzplatten auf die Unterseite, so gibt es später keine Kratzer im Boden. Danach wird noch eine Steckdose mit flachem Stecker im Sockel montiert. Damit bleibt die Steckdose, die der Schrank später verdeckt, weiterhin nutzbar.

Unter den Sockel werden Filzplatten geklebt
Die Elektrik unter dem Sockel ist vormontiert

So kann der Schrankkorpus schon mal im Wohnzimmer einziehen und als Regal genutzt werden. Im nächsten Teil entstehen dann die beiden Schubkästen…

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